Carbon Footprint

Seit mehr als 10 Jahren berechnen wir regelmäßig einen CO₂-Footprint. Das CO₂-Modell wurde nach ISO 14044 (Ökobilanz) mit Berücksichtigung der CO₂-Fixierung im Wald (toe1) und im Produkt (toe2) gemäß CEPI-10-toes-model von denkstatt erstellt. Er soll ein möglichst realistisches Bild aller durch unsere Produktion direkt und indirekt ausgestoßenen CO₂-Mengen darstellen und umfasst sämtliche Roh- und Hilfsstoffe von der Wiege bis zu unserem Werkstor (cradle to gate). Auf dieser Basis können wir strategische Entscheidungen zur weiteren Reduktion des von uns verursachten CO₂ ergreifen.

Wesentliche Erkenntnisse (Update Carbon Footprint 2019):

 

  • Die am Standort verwendete Energieerzeugung von Strom und Wärme aus Erdgas hat wesentlichen Einfluss auf die Ergebnisse. Der Vorteil der hocheffizienten Gas-KWK Anlage für die Wärmeproduktion führt zu höheren CO₂ Emissionen, dafür wird Strom ausschließlich aus Gas und Wasserkraft (eigene Kleinkraftwerke am Standort)  ohne Transportverluste (Netz) und ohne Anteil an Atom- und Kohlestrom genutzt.
  • Die Berechnungsmethode der Emissionen der Energieerzeugung wurde 2019 auf Basis des tatsächlichen Wirkungsgrades der Anlage angepasst. Der Gaseinsatz der Turbine wird zur Gänze der Stromerzeugung zugerechnet, die Papiererzeugung wird außer in Standzeiten der Turbine zur Gänze aus Abwärme (ohne CO₂ Zurechnung) versorgt.
  • Der CO₂ Foot Print ist je nach Produktionsweise für einzelne Produkte unterschiedlich.
  • CO₂ Verbrauch nach ISO 14044 je durchschnittlich 2018 hergestellter Tonne Papier: 866,5 kg CO₂ (2014: 953), nach CEPI 10 toes (toe1) -128,5 kg CO₂ je Tonen Papier. [Werte nach alter Methodik: ISO 14044:  2019: 1.065, 2014: 1.111 / CEPI toe 1:2019: 70, 2014: 87
    Diese Werte sind nicht auf einzelne Papiersorten anwendbar, da diese durch sehr unterschiedliche Prozessparameter beeinflusst werden!]
  • Wesentlicher Fokus zur CO₂ Reduktion sind Prozessverbesserungen bei der Papierherstellung

 

Die Studie wurde von denkstatt auf Basis der Daten für das Jahr 2018 erstellt.

Herzlichen Dank an alle Lieferanten für die Zurverfügungstellung der Daten.

Die Erzeugung von Wärme und Strom aus Gas ist auf Basis fossiler Rohstoffe nach wie vor die effizienteste Methode mit geringstem CO₂ Ausstoß und geringsten Emissionen. Eine Umstellung auf Reststoffe und Biomasse ist wegen der lokal geringen Verfügbarkeit und damit einhergehenden deutlich höheren Energiekosten und der hohen Investitionen mittelfristig nicht machbar.

Wir versuchen mit dieser Vorgangsweise eine umfassende Situation darzustellen, auch wenn uns bewusst ist, dass die CO₂ Werte damit möglicherweise höher sind als von anderen Herstellern.