Eschensterben

Der St. Pöltner Auwald östlich der Traisen zwischen der B1a und dem Stattersdorfer Steg ist nach dem trockenen Sommer und Herbst 2018 vom Eschensterben massiv betroffen. Umstürzende Baume stellen eine erhebliche Gefahr für Erholungssuchende dar. Die Salzer Papier GmbH und die Stadt St. Pölten nehmen daher als Grundeigentümer eine Sanierung des Auwaldes vor. Zuvor müssen die kranken Bäume gefällt werden. Die Schlägerungsarbeiten beginnen am 21. Jänner.

Der trockene Sommer hat den Eschen in der Traisen-Au östlich der Traisen zwischen der B1a und dem Stattersdorfer Steg massiv zugesetzt. Das Eschensterben betrifft nicht nur alte, große Bäume, sondern auch noch gesund aussehende Bäume können unerwartet und bereits bei geringer Belastung fallen.

Das Eschensterben ist eine Pilzerkrankung, bei der die Wurzelstöcke der Bäume absterben und der Baum sämtlichen Halt verliert.

Maßnahmen zwingend erforderlich
Da die Au, der Traisen-Weg und die Salzer Wiese von zahlreichen SpaziergängInnen frequentiert werden, ist es laut den Forstexperten unumgänglich, das Problem an der Wurzel zu packen und kranke und schadhafte Bäume zu fällen. Das geschlägerte Holz wird einer geeigneten Verwertung zugeführt. Anschließend wird das ca. 6 Hektar große Areal wieder mit heimischen Auhölzern aufgeforstet werden.

Aufforstung kommt umgehend
„Die Schlägerungsmaßnahmen werden das Bild der Au auf Jahre verändern, sind aber aus Sicherheitsgründen ohne Alternative. Die vorhandenen und die neu gesetzten Jungpflanzen werden rasch nachwachsen und die Lücken schließen“, so der zuständige Forstsachverständige Ing. Josef Kimmeswenger.
„Natürlich tut so ein Eingriff in die seit Jahrzehnten unberührte Au weh, wir können aber nicht riskieren, dass Kinder in der Au spielen und von einem kranken Baum verletzt werden“, erklärt Wolfgang Schiffmann von der Liegenschaftsverwaltung im Magistrat.
„Unser Ziel ist es, die Au schonend zu sanieren und bald wieder zugänglich zu machen. Bis 2024 soll der Auwald annähernd wieder so aussehen wie jetzt. Wo die vorhandenen Jungpflanzen nicht ausreichen, werden Linden, Eichen, Pappeln, Spitzahorn und Nussbäume gesetzt“, erläutert der Geschäftsführer der Salzer Papier GmbH, Mag. Thomas Salzer.

Arbeiten dauern zwei Monate
Im Zuge der Forstarbeiten wird kurzfristig auch die B1a gesperrt werden müssen. Während der gesamten Arbeiten, die sich über ca. zwei Monate ziehen werden, sind der Zugang zur Au bei der Firma Sunpor, der östliche Traisen-Weg südlich der B1a Brücke und die Wiese östlich der Au gesperrt. Die Schlägerungsarbeiten starten am 21. Jänner.

Bestand der Au langfristig gesichert
Die Grundstücke südlich der B1a NÖ Ring und dem Stattersdorfer Steg, zwischen Traisen und dem Betriebsareal der Firma Salzer sind im Flächenwidmungsplan der Stadt St. Pölten als Grünland / Land- und Forstwirtschaft sowie Grünland-Park gewidmet. Die Flächenwidmung baut auf dem übergeordneten Regionalen Raumordnungsprogramm des Landes NÖ auf, indem die gegenständlichen Flächen als Regionale Grünzone ausgewiesen sind, in der keinerlei Baulandwidmung zulässig ist. Daher ist auch langfristig der Aubereich der Traisen in diesem Bereich geschützt.